„Zwei Oliver Queens, drei Familien, drei Lebenswelten und ein ganzes DC-Universum“

  • Wer sich intensiv mit Serien beschäftigt, kennt wahrscheinlich dieses Gefühl.
  • Man schaut eine Folge zum ersten Mal und konzentriert sich auf die eigentliche Handlung.
  • Beim zweiten Durchlauf fallen plötzlich Kleinigkeiten auf.
  • Beim dritten Durchlauf entdeckt man Zusammenhänge, die man vorher überhaupt nicht wahrgenommen hat.
  • Und irgendwann stellt man fest, dass eine scheinbar kleine Szene plötzlich eine ganze neue Geschichte eröffnet.
  • Genau so ist es mir bei „Smallville“ gegangen.
  • Ausgangspunkt war eigentlich Oliver Queen.
  • Dann kam die Frage nach seiner Inselgeschichte.
  • Und daraus entwickelte sich eine wesentlich größere Frage:
  • Warum gibt es eigentlich so unterschiedliche Versionen von Oliver Queen?
  • Damit war die Idee für diese Analyse geboren.

„Green Arrow im DC-Universum“

  • Bevor wir uns mit den Fernsehserien beschäftigen, müssen wir zurück zu den eigentlichen Wurzeln.
  • Green Arrow ist eine Figur aus dem DC-Universum.
  • Oliver Queen hatte seinen ersten Auftritt 1941 in „More Fun Comics #73“.
  • Schon die Grundidee war außergewöhnlich.
  • Oliver Queen ist ein wohlhabender Mann, ein hervorragender Bogenschütze und ein Mensch ohne übernatürliche Kräfte.
  • Damit war Green Arrow von Anfang an eine interessante Figur.
  • Er war nicht Superman.
  • Er war nicht Batman.
  • Er konnte nicht fliegen.
  • Er hatte keine außerirdischen Kräfte.
  • Er war ein Mensch.
  • Sein wichtigstes Werkzeug war ein Bogen.
  • Und trotzdem entwickelte sich aus diesem reichen Bogenschützen eine der politisch und gesellschaftlich interessantesten Figuren des DC-Universums.
  • In seinen frühen Geschichten war Green Arrow noch stark an das damalige Superheldenbild angelehnt.
  • Er war reich.
  • Er hatte technische Hilfsmittel.
  • Er verfügte über besondere Pfeile.
  • Und er besaß mit Speedy, also Roy Harper, bereits früh einen jungen Partner.
  • Später veränderte sich die Figur grundlegend.
  • Vor allem die Geschichten von Dennis O’Neil und Neal Adams machten aus Green Arrow einen deutlich gesellschaftskritischeren Charakter.
  • Die berühmten „Hard-Traveling Heroes“-Geschichten mit Green Lantern Hal Jordan führten Green Arrow mitten hinein in Themen wie Armut, Rassismus, Drogen und soziale Ungerechtigkeit.
  • Damit entstand ein entscheidender Bestandteil des modernen Oliver Queen.
  • Er ist selbst Teil der privilegierten Gesellschaft.
  • Und gerade deshalb kritisiert er die Machtstrukturen, von denen er eigentlich selbst profitiert.
  • Das macht Green Arrow so interessant.
  • Er kämpft nicht nur gegen Superschurken.
  • Er kämpft auch gegen gesellschaftliche Zustände.

„Die Green-Arrow-Familie“

  • Oliver Queen steht im DC-Universum außerdem niemals vollständig allein.
  • Eine der wichtigsten Personen in seinem Leben ist Dinah Lance, besser bekannt als Black Canary.
  • Ihre Beziehung gehört zu den bekanntesten Partnerschaften innerhalb der DC-Geschichte.
  • Dann gibt es Roy Harper.
  • Aus Speedy wird später unter anderem Arsenal beziehungsweise Red Arrow.
  • Connor Hawke übernimmt zeitweise sogar selbst den Namen Green Arrow.
  • Mia Dearden wird zu einer weiteren wichtigen Figur innerhalb der Arrow-Familie.
  • Und mit Emiko Queen kommt später sogar Olivers Halbschwester hinzu.
  • Damit ist Green Arrow längst keine Einzelperson mehr.
  • Es entsteht eine komplette Familie von Figuren, die sich um Oliver Queen herum entwickelt.
  • Auch seine Gegner gehören fest zu seiner Geschichte.
  • Besonders wichtig ist Merlyn.
  • Hinzu kommen Figuren wie Count Vertigo, Brick, Prometheus und viele andere.
  • Eine der entscheidenden Geschichten ist außerdem „The Longbow Hunters“ von Mike Grell aus dem Jahr 1987.
  • Dort wird Oliver wesentlich realistischer und härter dargestellt.
  • Seattle ersetzt teilweise die klassische Superheldenwelt.
  • Die berühmten Trickpfeile treten stärker in den Hintergrund.
  • Und die Geschichte mit Shado erweitert wiederum einen Bereich, der später für die Fernsehserien besonders wichtig werden sollte.
  • Damit sind wir bereits bei einem entscheidenden Punkt.
  • Die Inselgeschichte des modernen Oliver Queen ist keine Erfindung von „Arrow“.
  • Die Idee eines Oliver Queen, der durch Schiffbruch, Isolation und Überleben zu einem anderen Menschen wird, gehört seit Jahrzehnten zum Kern seiner Figur.

„Oliver Queen – vom reichen Erben zum Green Arrow“

  • Und genau hier setzt „Arrow“ an.
  • Die Serie „Arrow“ startete 2012 und machte Stephen Amell zum Fernsehgesicht des Oliver Queen.
  • Dieser Oliver Queen ist zunächst ein junger Milliardär.
  • Er lebt ein Leben voller Privilegien.
  • Er ist sorglos.
  • Er ist verwöhnt.
  • Und er glaubt, dass ihm die Welt gehört.
  • Dann kommt die „Queen’s Gambit“.
  • Das Schiff geht unter.
  • Sein Vater Robert Queen stirbt.
  • Oliver überlebt.
  • Und plötzlich ist aus dem reichen Erben ein Überlebender geworden.
  • Er landet auf Lian Yu.
  • Der Name bedeutet sinngemäß „Purgatory“.
  • Und diese Insel wird zum Ausgangspunkt seiner Verwandlung.
  • Aber hier müssen wir mit einem weit verbreiteten Missverständnis aufräumen.
  • Oliver verbringt nicht einfach fünf Jahre ununterbrochen auf dieser einen Insel.
  • Die fünfjährige Abwesenheit aus Starling City besteht aus mehreren Stationen.
  • Die Insel ist der Ausgangspunkt.
  • Danach führen ihn seine Erlebnisse unter anderem nach Hongkong und Russland.
  • Er begegnet Yao Fei.
  • Er trifft Shado.
  • Er freundet sich mit Slade Wilson an.
  • Er begegnet Dr. Anthony Ivo.
  • Er arbeitet mit A.R.G.U.S.
  • Er lernt Maseo und Tatsu Yamashiro kennen.
  • Er kommt mit Amanda Waller in Kontakt.
  • Er gerät in die russische Bratva-Welt.
  • Er lernt Anatoly Knyazev kennen.
  • Und immer wieder wird aus dem ehemaligen Playboy ein anderer Mensch.
  • Die Produzenten von „Arrow“ haben dabei ausdrücklich auf „Green Arrow: Year One“ als wichtigen Einfluss zurückgegriffen.
  • Die fünfjährige Vorgeschichte wurde bewusst so konstruiert, dass wir Schritt für Schritt verstehen, wie aus Oliver Queen der Mann aus der ersten Folge wird.
  • Und genau das ist eine der großen Stärken dieser Version.

„The Hood, The Arrow und Green Arrow“

  • Nach seiner Rückkehr nach Starling City ist Oliver noch nicht der Green Arrow, den wir später kennen.
  • Zunächst wird er als „The Hood“ bekannt.
  • Er verfolgt Namen aus der Liste seines Vaters.
  • Er jagt Menschen, die seiner Ansicht nach für die Korruption in Starling City verantwortlich sind.
  • Mit John Diggle und Felicity Smoak entstehen schließlich die wichtigsten Grundlagen von Team Arrow.
  • Laurel Lance spielt ebenfalls eine zentrale Rolle.
  • Und damit taucht bereits eine Familie auf, die für unsere spätere Analyse noch wesentlich wichtiger wird.
  • Die Lance-Familie.
  • Oliver entwickelt sich weiter.
  • Aus dem Hood wird The Arrow.
  • Und später wird aus The Arrow schließlich Green Arrow.
  • Die Serie erweitert die Geschichte immer weiter.
  • Malcolm Merlyn.
  • Slade Wilson als Deathstroke.
  • Ra’s al Ghul.
  • Die League of Assassins.
  • Damien Darhk.
  • H.I.V.E.
  • Metahumans.
  • Magie.
  • Mystik.
  • Und schließlich das gesamte Arrowverse.
  • Oliver wird sogar Bürgermeister von Star City.
  • Und am Ende steht „Crisis on Infinite Earths“.
  • Oliver Queen opfert sich, um das Multiversum zu retten.
  • Aus dem Green Arrow wird der Spectre.
  • Damit endet die Serie 2020 mit einer Figur, die sich von einem reichen, verantwortungslosen Playboy zu einem Menschen entwickelt hat, der sein eigenes Leben opfert, um andere zu retten.

„Mein Name ist Jakob Diener“

  • Ich bin freiberuflicher Journalist aus Nordrhein-Westfalen in Deutschland.
  • Und genau deshalb macht mir eine solche Recherche besonders viel Freude.
  • Ich bin nicht nur jemand, der gelegentlich eine Serie anschaut.
  • Ich bin leidenschaftlicher Streaming-TV-Zuschauer.
  • Ich habe mich bereits intensiv mit Amazon Prime beschäftigt.
  • Danach kamen zahlreiche Produktionen bei Disney+ hinzu.
  • Und inzwischen schaue ich sehr viel Netflix.
  • Gerade beim wiederholten Anschauen einer Serie merke ich immer wieder, dass sich Geschichten verändern können, obwohl die Folgen natürlich dieselben bleiben.
  • Beim ersten Anschauen steht die Handlung im Mittelpunkt.
  • Beim zweiten Anschauen achtet man stärker auf Figuren.
  • Beim dritten Anschauen entdeckt man plötzlich Zusammenhänge.
  • Und genau daraus entstehen bei mir häufig die Ideen für solche Recherchen.

„Drei Familien, drei Lebenswelten, drei Wege zum Helden“

  • Jetzt müssen wir einen Schritt zurückgehen.
  • Denn Oliver Queen allein erklärt noch nicht, warum diese unterschiedlichen Versionen so faszinierend sind.
  • Wir müssen uns drei Familien ansehen.
  • Kent.
  • Lance.
  • Queen.
  • Drei Namen.
  • Drei Lebenswelten.
  • Drei vollkommen unterschiedliche Ausgangspunkte.

„Kent – der Farmer“

  • Beginnen wir mit Clark Kent.
  • Oder besser gesagt mit Kal-El.
  • Denn Clark Kent kommt ursprünglich überhaupt nicht von der Erde.
  • Er kommt aus dem Weltall.
  • Er ist der Sohn von Jor-El und Lara.
  • Seine Heimat ist Krypton.
  • Seine biologische Herkunft macht ihn zu einem außergewöhnlichen Wesen.
  • Aber seine menschliche Erziehung macht ihn zu Clark Kent.
  • Und hier kommt die Familie Kent ins Spiel.
  • Jonathan Kent ist Farmer.
  • Martha Kent steht an seiner Seite.
  • Die Kent Farm wird zum Zuhause des Jungen, der eigentlich aus einer völlig anderen Welt stammt.
  • Das ist vielleicht einer der interessantesten Gegensätze im gesamten DC-Universum.
  • Clark besitzt Kräfte, die kein normaler Mensch besitzt.
  • Aber Jonathan behandelt ihn nicht wie einen Gott.
  • Er bringt ihm bei, Verantwortung zu übernehmen.
  • Er bringt ihm bei, zu arbeiten.
  • Er bringt ihm bei, Rücksicht auf andere zu nehmen.
  • Und er versucht, aus Kal-El einen Menschen zu machen.
  • Damit entsteht eine ganz besondere Formel:
  • Seine biologische Herkunft macht Clark außergewöhnlich.
  • Seine menschliche Familie macht ihn menschlich.

„Hiram Kent und die Generation davor“

  • Auch Jonathan selbst hat eine Geschichte.
  • Sein Vater Hiram Kent war ebenfalls Farmer.
  • Jonathan wächst damit in einer Familie auf, in der Arbeit, Land und Verantwortung eine zentrale Rolle spielen.
  • Und damit entsteht eine Generationenkette:
  • Hiram Kent.
  • Jonathan Kent.
  • Clark Kent.
  • Dazu kommt Jor-El.
  • Der biologische Vater aus Krypton.
  • Damit treffen zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinander.
  • Krypton.
  • Und die Kent-Farm.
  • Genau darin liegt ein wesentlicher Teil der Superman-Mythologie.

„Lance – der Polizist und das Heldenvermächtnis“

  • Und nun wechseln wir zu Dinah Lance.
  • Hier ist die Ausgangslage vollkommen anders.
  • Ihr Vater Larry Lance gehört zur Welt der Polizei und Verbrechensbekämpfung.
  • Ihre Mutter Dinah Drake ist die ursprüngliche Black Canary.
  • Dinah Laurel Lance wächst damit in einer Familie auf, in der zwei völlig unterschiedliche Formen von Verantwortung zusammentreffen.
  • Der Vater steht für Polizei und Gesetz.
  • Die Mutter steht für das Heldenvermächtnis.
  • Damit ist Dinah bereits durch ihre Familie unmittelbar mit Verbrechensbekämpfung verbunden.
  • Sie muss nicht erst aus einer völlig normalen Welt in eine Welt der Helden hineinkommen.
  • Die Welt der Helden existiert bereits in ihrer Familie.
  • Und genau daraus entsteht später ihre eigene Identität als Black Canary.

„Queen – der Milliardär“

  • Und dann kommt Oliver Queen.
  • Er kommt weder aus Krypton noch aus einer Farmerfamilie.
  • Er kommt aus einer Welt des Geldes.
  • Aus einer Welt von Unternehmen.
  • Aus einer Welt gesellschaftlicher Privilegien.
  • Robert Queen ist sein Vater.
  • Die Familie Queen gehört zur wohlhabenden Oberschicht.
  • Und genau deshalb ist Olivers Entwicklung so interessant.
  • Clark muss lernen, mit Macht umzugehen, die er nicht selbst gewählt hat.
  • Dinah muss lernen, mit einem Vermächtnis umzugehen, das sie geerbt hat.
  • Oliver muss lernen, was er mit dem Reichtum und den Privilegien anfangen soll, die ihm in die Wiege gelegt wurden.
  • Dann kommt die Katastrophe.
  • Und alles verändert sich.

„Drei Ursprünge“

  • Jetzt können wir die drei Familien auf einen einzigen Gedanken reduzieren.
  • Clark Kent:
  • Krypton.
  • Farmer.
  • Superman.
  • Dinah Lance:
  • Polizei.
  • Heldenvermächtnis.
  • Black Canary.
  • Oliver Queen:
  • Reichtum.
  • Verlust.
  • Insel.
  • Green Arrow.

„Und damit entsteht ein bemerkenswerter Satz“

  • Clark erbt seine Herkunft.
  • Dinah erbt ein Vermächtnis.
  • Oliver erbt ein Vermögen.
  • Aber keiner dieser drei Punkte macht einen Menschen automatisch zum Helden.
  • Entscheidend ist, was die Figuren daraus machen.

„Es gibt nicht nur den einen Oliver Queen“

  • Das ist für mich der zentrale Satz dieser gesamten Analyse.
  • Es gibt nicht nur den einen Oliver Queen.
  • Es gibt den Comic-Oliver Queen.
  • Es gibt den Oliver Queen aus „Arrow“.
  • Und es gibt den Oliver Queen aus „Smallville“.
  • Alle drei tragen denselben Namen.
  • Alle drei sind Green Arrow beziehungsweise die Grundlage für diese Figur.
  • Alle drei haben eine wohlhabende Herkunft.
  • Aber ihre Lebensgeschichten sind nicht identisch.
  • Und genau das ist kein Fehler.
  • Es ist das Wesen eines großen Comic-Universums.
  • DC hat über Jahrzehnte hinweg verschiedene Kontinuitäten, Neustarts und Neuinterpretationen hervorgebracht.
  • Crisis on Infinite Earths.
  • Zero Hour.
  • Infinite Crisis.
  • Flashpoint.
  • The New 52.
  • Rebirth.
  • Und weitere Veränderungen.
  • Deshalb muss man bei einer Figur wie Oliver Queen immer fragen:
  • Von welcher Kontinuität sprechen wir?
  • Von welchem Universum?
  • Von welchem Medium?
  • Von welcher Serie?

„Smallville – ein anderer Oliver Queen“

  • Und damit kommen wir endlich zu Justin Hartley.
  • Oliver Queen in „Smallville“ ist nicht einfach Stephen Amells Oliver Queen fünf Jahre vor „Arrow“.
  • Das ist einer der wichtigsten Punkte unserer gesamten Untersuchung.
  • Justin Hartleys Oliver Queen gehört zur eigenen Welt von „Smallville“.
  • Seine Eltern Robert und Laura Queen gehören zur Geschichte dieser Serie.
  • Oliver wächst als Sohn einer extrem wohlhabenden Familie auf.
  • Er verliert seine Eltern.
  • Und seine Entwicklung führt ihn schließlich zu dem Mann, den wir als Green Arrow kennenlernen.
  • Aber seine Geschichte ist nicht die Geschichte von „Arrow“.
  • Seine Inselerfahrungen sind nicht einfach die fünfjährige Odyssee aus „Arrow“.
  • Und Tess Mercer gehört zu dieser „Smallville“-Kontinuität.

„Das bedeutet“

  • Wenn eine Figur in „Smallville“ Oliver Queen auf einer Insel begegnet, muss diese Geschichte nicht mit der Inselgeschichte von „Arrow“ übereinstimmen.
  • Sie muss nur innerhalb der eigenen Serienwelt funktionieren.
  • Und genau deshalb ist es so wichtig, die Kontinuitäten auseinanderzuhalten.

„Clark Kent und Oliver Queen“

  • Jetzt wird der Vergleich zwischen Clark und Oliver besonders spannend.
  • Clark kommt aus dem Weltall.
  • Oliver kommt aus einer reichen menschlichen Familie.
  • Clark wächst auf einer Farm auf.
  • Oliver wächst in der Welt von Reichtum und Unternehmen auf.
  • Clark bekommt seine Kräfte durch seine biologische Herkunft.
  • Oliver besitzt keine Superkräfte.
  • Clark muss lernen, seine Macht zu kontrollieren.
  • Oliver muss lernen, seine Fähigkeiten überhaupt erst zu entwickeln.
  • Clark wird durch Jonathan Kent geprägt.
  • Oliver wird durch Verlust, Erfahrungen und seine eigene Entwicklung geprägt.
  • Und trotzdem werden beide Helden.
  • Das ist die eigentliche Verbindung.
  • Nicht ihre Herkunft.
  • Sondern ihre Entscheidung, Verantwortung zu übernehmen.

„Die drei Familien im direkten Vergleich“

  • Kent.
  • Die Welt des Farmers.
  • Arbeit.
  • Familie.
  • Bodenständigkeit.
  • Moral.
  • Lance.
  • Die Welt der Polizei.
  • Gesetz.
  • Ermittlung.
  • Verbrechensbekämpfung.
  • Heldenvermächtnis.
  • Queen.
  • Die Welt des Reichtums.
  • Unternehmen.
  • Privileg.
  • Macht.
  • Verlust.
  • Selbstfindung.
  • Drei Familien.
  • Drei Lebenswelten.
  • Drei Wege zum Helden.
  • Und trotzdem laufen ihre Wege im DC-Universum immer wieder zusammen.

„Das DC-Universum verbindet sie“

  • Superman.
  • Green Arrow.
  • Black Canary.
  • Diese Figuren existieren nicht nur nebeneinander.
  • Sie begegnen sich.
  • Sie arbeiten zusammen.
  • Sie kämpfen gemeinsam.
  • Sie gehören teilweise denselben Superheldenteams an.
  • Green Arrow und Black Canary haben eine besonders lange gemeinsame Geschichte.
  • Superman gehört zum zentralen Fundament des DC-Universums.
  • Green Arrow ist Teil der Justice League.
  • Black Canary gehört ebenfalls zu den wichtigen Figuren des DC-Heldenkosmos.
  • Damit wird aus unseren drei Familien schließlich ein Netzwerk.
  • Kent.
  • Lance.
  • Queen.
  • Superman.
  • Black Canary.
  • Green Arrow.
  • Und genau hier erkennt man, wie groß der Unterschied zwischen einer einzelnen Fernsehserie und dem gesamten DC-Universum tatsächlich ist.
  • Eine Serie kann eine Figur neu interpretieren.
  • Das gesamte DC-Universum kann dieselbe Figur über Jahrzehnte hinweg immer wieder neu erzählen.

„Welche Insel gehört zu welchem Oliver Queen?“

  • Damit kommen wir zurück zu unserer ursprünglichen Frage.
  • Die Antwort lautet:
  • Es gibt nicht die eine Inselgeschichte.
  • Es gibt unterschiedliche Inselgeschichten innerhalb unterschiedlicher Kontinuitäten.
  • Bei „Arrow“ ist Lian Yu der zentrale Ausgangspunkt für Olivers fünfjährige Odyssee.
  • Bei „Smallville“ gehört Olivers Vergangenheit zur eigenen Seriengeschichte.
  • Und im Comic existieren wiederum verschiedene Versionen seiner Herkunft und Entwicklung.
  • Das bedeutet:
  • Man darf diese Geschichten miteinander vergleichen.
  • Man darf Gemeinsamkeiten suchen.
  • Man darf Unterschiede analysieren.
  • Aber man darf sie nicht einfach zu einer einzigen Biografie zusammenschieben.
  • Genau dort entstehen sonst scheinbare Widersprüche.

„Warum mehrfaches Anschauen so viel verändert“

  • Und damit sind wir wieder bei dem Punkt angekommen, der diese gesamte Recherche überhaupt ausgelöst hat.
  • Beim ersten Anschauen von „Smallville“ sieht man Clark Kent.
  • Beim nächsten Mal sieht man Oliver Queen.
  • Dann Black Canary.
  • Dann Tess Mercer.
  • Dann die Familien.
  • Dann erkennt man plötzlich, dass Jonathan Kent nicht einfach nur „Clarks Vater“ ist.
  • Er ist der Farmer.
  • Larry Lance ist nicht einfach nur irgendein Vater.
  • Er steht für Polizei und Gesetz.
  • Robert Queen ist nicht einfach nur Olivers Vater.
  • Er steht für eine Welt des Reichtums und der Privilegien.
  • Und plötzlich bekommt eine Szene, die man Jahre zuvor vielleicht einfach übersehen hat, eine völlig andere Bedeutung.
  • Das ist für mich einer der schönsten Aspekte von Serien.
  • Eine gute Serie verändert sich nicht.
  • Aber unser Blick auf sie verändert sich.

„Mein Fazit“

  • Was zunächst wie eine Recherche über Green Arrow und „Smallville“ begonnen hat, führt am Ende viel weiter.
  • Wir haben den Comic kennengelernt.
  • Wir haben die Entwicklung von Green Arrow verfolgt.
  • Wir haben Oliver Queens fünfjährige Odyssee in „Arrow“ untersucht.
  • Wir haben Stephen Amells Oliver Queen mit Justin Hartleys Oliver Queen verglichen.
  • Und wir haben festgestellt, dass beide nicht dieselbe Biografie besitzen müssen.

„Denn“

  • Es gibt nicht nur den einen Oliver Queen.
  • Aber es gibt noch etwas anderes.
  • Es gibt auch nicht nur einen Weg zum Helden.
  • Clark Kent kommt aus dem Weltall und wird auf einer Farm zum Menschen.
  • Dinah Lance wächst in einer Familie auf, in der Polizei und Heldenvermächtnis zusammentreffen.
  • Oliver Queen kommt aus einer Welt des Reichtums und muss durch Verlust und Erfahrungen lernen, Verantwortung zu übernehmen.
  • Drei Familien.
  • Drei Lebenswelten.
  • Drei Wege zum Helden.
  • Kent.
  • Lance.
  • Queen.
  • Und genau darin liegt für mich die eigentliche Faszination des DC-Universums.
  • Nicht darin, dass alle Figuren gleich sind.
  • Sondern darin, dass völlig unterschiedliche Menschen aus völlig unterschiedlichen Lebenswelten am Ende für eine ähnliche Idee stehen können:
  • Verantwortung für andere zu übernehmen.
  • Und vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis aus dieser gesamten Recherche.
  • Man muss eine Serie nicht nur einmal sehen.
  • Man kann sie ein zweites Mal sehen.
  • Ein drittes Mal.
  • Oder noch häufiger.
  • Denn manchmal entdeckt man beim nächsten Durchlauf nicht eine neue Folge.
  • Man entdeckt eine neue Geschichte in einer alten Folge.
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